Mittwoch, 1. Juli 2015

Danke Straßen Futter Makt



Ich bin ja kein Freund von Anglizismen.


Zugegeben. “Straßen Essen Markt” oder “Strassen Essen Transporter” klingt albern :)





Dennoch danke ich dem Hype um langsames Fastfood und gemütliche Märkte mit neuen Ideen.





Es hat dafür gesorgt, daß viele - sehr viele (ich denke an die Massen von Menschen auf dem Streetfood Thursday am Fischmarkt und an alle folgenden in den inziwschen oft stattfindenden Märkten) sich jetzt garantiert bewusster ernähren. Es hat die Kids aus den McDonald’s und Burger Kings dieser Welt geholt. Denn passend zu Undercut und Atzensonnenbrille ist ein peruanisches Sandwich mit Triplefried Pork und Limette oder homesmoked Pastrami ja wohl mega cool.





Aber es hilft auch, sich darauf zu besinnen, daß schnelles Essen nicht sein muß. Und das es jemanden geben muß, der es dennoch zur Verfügung stellt. Ich hab heute mal experimentell bei dem McDonalds in Hamburg Hammerbrook geschaut. Der - ich behaupte - derzeit geschäftigste Stadtteil Hamburgs mit der längsten Freßmeile, der Hammerbrookstraße läßt zu High Noon McD links liegen. Großartig. Ich selber war schon ewig nicht mehr da. Ich gucke hier in den Berichten zurück: vor fast 5 Monaten. Mit dem Vorstand hat sich die Schriftart geändert, die Deckel der Burger bleiben unten, sie liegen auf weiß-gebeiztem Holz und die Aktion mutet wie so oft super öde an. Bis auf die Chili Cheese Snackers und vorallem den neuen Dip.











Ich als bekennender Dip Fan hab mich gleich drauf gestürzt und gesehen, daß immerhin mehr Gurken als Zucker drinnen sind. Weit entfernt von scharf trotzdem ganz nett. Und die Panade ist besser als die schlimmen Blabla Poppers, die man in der Tiefkühltruhe der Supermärkte bekommt.





Es gab noch einen Cheese Burger - nachweislich ausgezeichnet - das können sie noch. Wenn alle McCafés und jedes “order hier” und “hol ab hier” versagen: der Hamburger wird bleiben. Und man hat ihn in weniger als einer Minute. Und der Burgerbrater erzählt dir nix dazu und wo es herkommt und wieviel Spaß er daran hat und man kommt nicht ins Gespräch mit den hungrigen wartenden Menschen in der Schlange - meistens. Und das ist auch mal schön.





Auf eine gesunde Co-Existenz. Auf weniger Macht für die Fastfood Konzerne und für ein Verständnis für bessere Lebensmittel.





Ein Ungar meinte zu einem Freund, die Paprika hier würden sie nicht mal ihren Tieren geben und ein Engländer meinte, wie wir es schaffen ein Kilo Schwein für 3,99 herzustellen, wenn man dafür noch nicht mal das Futter kaufen kann.



Bitte gebt mehr Geld für hochwertige Lebensmittel aus!

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